XP Live USB


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Eine Situation, die gar nicht so selten vorkommt: Ein Computer ist durch Viren, versehentliches Löschen wichtiger Dateien oder sonstige Manipulation so hinüber, dass absolut gar nichts mehr geht. Klar, Sie können jetzt mit einer Rettungs-CD kommen und Reparier-Tools starten - was aber, wenn das nötige Betriebssystem gar nicht mehr starten will? Außerdem hat eine CD-ROM keinen Schreib-Zugriff, alle ausgelagerten Dateien und Einstellungen landen wieder auf dem kaputten System.


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Eine Situation, die gar nicht so selten vorkommt: Ein Computer ist durch Viren, versehentliches Löschen wichtiger Dateien oder sonstige Manipulation so hinüber, dass absolut gar nichts mehr geht. Klar, Sie können jetzt mit einer Rettungs-CD kommen und Reparier-Tools starten - was aber, wenn das nötige Betriebssystem gar nicht mehr starten will? Außerdem hat eine CD-ROM keinen Schreib-Zugriff, alle ausgelagerten Dateien und Einstellungen landen wieder auf dem kaputten System.

Mit einem Windows auf dem USB-Stick haben Sie diese Probleme nicht: Sie bringen Ihr eigenes Betriebssystem mit und können im laufenden Betrieb Daten auf den Stick schreiben. Und alle Tools zum Reparieren und Überprüfen können Sie mit auf Ihren Stick packen - eine komfortable All-in-One-Lösung. Allerdings klingt das nach DOS-Befehlen, BIOS-Einstellungen - Nerd-Alarm also? Keine Angst: Etwas Arbeit steckt zwar dahinter, mit diesem Tutorial können Sie allerdings problemlos Schritt für Schritt nachbasteln, wie solch ein USB-Stick mit Windows XP entsteht.

Akt I - Die Vorbereitung

Szene 1: Alle Zutaten für das Hosentaschen-XP besorgen

Bevor Sie sich an die Arbeit machen, sollten Sie zuerst alle erforderlichen Treiber und Programme herunterladen - sonst müssen Sie immer wieder Download-Pausen einlegen. Das Theaterstück kann also beginnen: In der Hauptrolle der "PE Builder" von Bart Lagerweij, eine Freeware, die eigentlich zum Erstellen von bootfähigen und individuellen XP-CDs verwendet wird. In der Nebenrolle agiert das Tool "pe2usb", welches später Ihre XP-Dateien für den USB-Stick fit machen wird. Um den USB-Stick zu formatieren und bootfähig zu machen, sollten Sie noch das "HP USB Disk Storage Format Tool" als Statisten engagieren.

Die Requisite ist ein ordentlicher Brocken: Das "Windows Service Pack 1 für Windows Server 2003" mit knackigen 330 Megabyte brauchen Sie auch noch. Zwar nur zwei klitzekleine Dateien daraus, aber die dürfen aus lizenzrechtlichen Gründen nicht gesondert heruntergeladen werden. Als DSL-Nutzer können Sie in der Zwischenzeit ja etwas Leckeres kochen, Modem-Besitzern bleibt wohl nur, das Service Pack als CD von Microsoft kostenlos anzufordern. Speichern Sie die Datei am besten direkt auf "C:", um sie später schneller zu finden und weniger Arbeit zu haben. Die Links zu allen Programmen finden Sie in der Box am Ende des Artikels.

Was Sie natürlich auch brauchen, ist ein USB-Stick mit mindestens 256 - besser 512 - MByte RAM, etwa ein Gigabyte Festplattenspeicher inklusive der Downloads und eine Windows XP-CD - oder die kompletten Daten auf der Festplatte. Ob Home oder Professional, OEM oder Standalone, bleibt Ihre Wahl. Dazu kommt dann noch eine Portion Experimentierfreude, denn jedes System bietet die unterschiedlichsten Möglichkeiten, warum etwas anders oder überhaupt nicht funktionieren könnte.

Zuerst installieren Sie den "PE Builder" in ein Verzeichnis Ihrer Wahl. Das ZIP-Archiv "pe2usb" entpacken Sie und kopieren die drei Dateien in den "PE Builder"-Ordner. Den heruntergeladenen USB-Formatierer "HP USB Disk Storage Format Tool" mit der kryptischen Bezeichnung "SP27213" installieren Sie ebenfalls in ein Verzeichnis Ihres Vertrauens und schnappen sich aus dem Installations-Ordner die Anwendung "HPUSBFW". Diese landet auch noch im "PE Builder"-Verzeichnis. Sie können den Formatierer zwar auch von jeder anderen Stelle aus starten, so haben Sie aber alles übersichtlich beisammen.

Jetzt ran an das "Service Pack": Für das Projekt "XP auf USB" brauchen Sie die Dateien "ramdisk.sys" und "setupldr.bin" - zusammen keine 400 kByte. Das "Service Pack" ist allerdings ein selbst-entpackendes Archiv, das normalerweise direkt mit einer Installations-Routine beginnt. Um das zu verhindern, gehen Sie folgendermaßen vor: Öffnen Sie eine DOS-Kommandozeile (entweder über Start/Alle Programme/Zubehör/Eingabeaufforderung oder Start/Ausführen/"cmd") und begeben Sie sich in das Verzeichnis, in dem das "Service Pack" liegt. Haben Sie vorausschauend C: gewählt, müssen Sie nur zweimal cd.. (change directory - eine Ebene höher) eingeben. Wenn Sie noch nicht unter DOS gearbeitet haben, hilft der nächste Screenshot weiter.

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Grundlegende DOS-Befehle für Ihr "USB-XP"

Auf C: geben Sie jetzt den Namen der Datei ein, in unserem Fall "WindowsServer2003-KB889101-SP1-x86-DEU" (ohne die "") und setzen noch eine Leerzeile sowie "-x" (ebenfalls ohne "") dahinter. Die Versionsnummer des "Service Packs" kann sich mit der Zeit ändern, also gut aufpassen. Wenn Sie jetzt mit "Enter" bestätigen, wird das "Service Pack" entpackt, ohne den Installer zu starten. Wählen Sie am besten den "PE Builder"-Ordner für das Entpacken, dann landet alles wieder zentral. Schließen Sie die DOS-Kommandozeile und begeben sich per Explorer erneut in den "PE Builder"-Ordner - hier geht es jetzt nämlich rund.

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Szene 3: Die Nadel im "Service Pack"-Heuhaufen finden

Im frisch enpackten "Service Pack"-Verzeichnis gibt es einen i386-Ordner. Dort suchen Sie nach den zwei Dateien "setupldr.bin" und "ramdisk.sys". Die "setupldr.bin" können Sie direkt finden, bei der zweiten Datei wird es komplizierter: In der i386 gibt es nämlich nur eine "ramdisk.sy_", eine komprimierte System-Datei von Windows. Kopieren Sie diese trotzdem zusammen mit der "setupldr.bin" in den "PE Builder"-Ordner. Um die "ramdisk.sy_" zu entpacken, müssen Sie sich ein zweites Mal in die DOS-Kommandozeile begeben.

Gehen Sie in Ihr "PE Builder"-Verzeichnis - der nächste Screenshot zeigt, wie - und tippen Sie dort folgenden Befehl ein: "expand -r ramdisk.sy_ C:Programmepebuilder319" (natürlich ohne die "", achten Sie auf die Leerzeichen). Unter Umständen haben Sie eine aktuellere Version des "PE Builders" oder einen anderen Installationspfad gewählt; dann müssen Sie das Zielverzeichnis dementsprechend anpassen. Über diesen Befehl wird die "ramdisk.sy_" entpackt und eine "ramdisk.sys" landet im "PE Builder"-Ordner. Jetzt legen Sie im "PE Builder" einen neuen Ordner an (Datei/Neu/Ordner) und nennen ihn "srsp1". Dort kopieren Sie sowohl die "ramdisk.sys" als auch die "setupdlr.bin" herein.

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Mit diesen Befehlen entpacken Sie die "ramdisk.sy_" unter DOS

"Und wozu brauche ich jetzt diesen srsp1-Ordner und die beiden Dateien, die so viel Mühe kosten?" werden Sie sich vielleicht fragen. Auf den Ordner srsp1 greift der "PE Builder" zu, wenn die Dateien auf den USB-Stick kopiert werden. Die "ramdisk.sys" hat eine äußerst wichtige Funktion: Sie verwaltet bis zu 32 Megabyte des Arbeitsspeichers als virtuelle Festplatte. Dadurch können temporäre Daten und Einstellungen, die bei der Arbeit mit dem tragbaren XP entstehen, ausgelagert werden. Die "setupdlr.bin" verhindert, dass Windows beim Booten die USB-Schnittstelle blockiert und somit die Fehlermeldung "Kein Zugriff auf das Boot-Medium" ausgibt - das wäre der Tod für Ihr tragbares XP.

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Akt II - Die Zubereitung

Szene 1: Bart baut Ihr Betriebssystem

Jetzt können Sie mit dem "PE Builder" Ihr spezielles XP erstellen. Wenn Sie den "PE Builder" starten, haben Sie drei Einstellungsmöglichkeiten: Unter "Quelle" geben Sie das Laufwerk an, in dem Ihre Windows XP-CD liegt - oder das Verzeichnis, in das Sie die XP-Dateien kopiert haben. Unter "Zusätzliches" können Sie eigene Dateien hinzufügen, die mit eingebettet werden sollen. Den "Zielordner" sollten Sie nicht verändern. Wenn Sie wollen, können Sie aus den Windows-Dateien ein ISO-Image erzeugen. Dieses Image wird normalerweise auf eine CD gebrannt und dient dann als Boot-CD. Wir wollen aber den Boot-Stick, also ist es nicht unbedingt nötig.

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Die Einstellungen vor der BartPE-Installation

Die Kategorie "Plug-ins" wird hier nicht weiter behandelt. Das Einfügen eigener Software in die spezielle XP-Version ist komplex und vielleicht Bestandteil eines anderen netzwelt-Tutorials. Drücken Sie also auf "Start". Jetzt können Sie den Kopiervorgang verfolgen. Die Daten landen alle im voreingestellten Ordner "BartPE" im "PE Builder"-Verzeichnis. Dort müssen sie auch bleiben, damit die folgenden Programme problemlos darauf zugreifen können. Nach etwa drei Minuten beim Kopieren von der XP-CD ist BartPE fertig, Sie können den "PE Builder" wieder schließen.

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Der Installationsvorgang des PE Builders

Kontrollieren Sie kurz den BartPE-Ordner über Datei/Eigenschaften: Ist er größer als 300 Megabyte? dann haben Sie wohl zu viele eigene Dateien hinzugefügt, der Ordner sollte diese 300 Megabyte-Grenze möglichst nicht überschreiten, da ein zu großes Windows auf dem USB-Stick laut Hersteller problematisch werden könnte.

Damit das Betriebssystem kopiert werden kann, muss der USB-Stick vorher formatiert werden. Normalerweise führt ein kleines Tool im "PE Builder" diese Formatierung durch; bei vielen Sticks - auch bei denen von netzwelt - wurde dadurch aber der Master Boot Sector des Sticks überschrieben, sodass der Computer ihn beim Hochfahren nicht mehr "finden" konnte. Deshalb verwenden Sie jetzt das externe Programm "HP USB Disk Strorage Format Tool" durch einen Doppelklick auf die "HPUSBFW", die Sie ja bereits in den "PE Builder"-Ordner kopiert haben.

Geben Sie dem USB-Stick einen Namen und wählen Sie das Dateisystem. Bart Lagerweij empfiehlt die FAT-Struktur, aber auch die anderen beiden haben bei netzwelt funktioniert - hier ist also Ausprobieren angesagt. Mit "Start" wird der USB-Stick jetzt formatiert. Bitte seien Sie sich darüber im Klaren, dass somit alle Daten vom Stick gelöscht werden. Kopieren Sie diese also besser vorher auf die Festplatte.

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Den USB-Stick richtig formatieren

Szene 3: Das neue Windows XP auf den Stick schmeißen

Mit dem frisch formatierten Stick geht es weiter: Erinnern Sie sich noch an die "pe2usb"-Dateien, die Sie in den "PE Builder"-Ordner kopiert haben? Die brauchen Sie jetzt. Vorher muss allerdings zum dritten und letzten Mal die DOS-Kommandozeile ran: Arbeiten Sie sich wieder bis zum "PE Builder"-Ordner durch. Jetzt tippen Sie Folgendes ein: "pe2usb X:" (mal wieder ohne die ""). Der Buchstabe "X" steht für das Laufwerk, an dem Ihr USB-Stick angeschlossen ist - wenn Sie nicht sicher sind, schauen Sie kurz im Windows Explorer nach. Nach der Bestätigung durch "Enter" geht das Kopieren los.

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Das Kopieren der Daten kann - je nach Größe des individuellen Windows - bis zu zehn Minuten dauern. Die Statusanzeige in der DOS-Kommandozeile hält Sie auf dem Laufenden, wann der Vorgang beendet sein wird. Wenn alles herübergespielt wurde, schließen Sie die DOS-Kommandozeile und öffnen per Windows Explorer Ihren USB-Stick. Dort sollten sich jetzt folgende Dateien befinden: "bartpe.iso", "NTDETECT", "ntldr" und "winnt.sif".

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Diese Dateien sollten jetzt auf Ihrem Stick sein

Nachträglich können Sie wieder Programme und Dateien Ihrer Wahl auf den Stick packen. Passend zum tragbaren Betriebssystem wären natürlich eine Menge Portables, die Sie per USB-Boot bequem ohne Installation nutzen können. Speziell System-Tools wie CCleaner oder der tragbare Virenscanner ClamWin eignen sich perfekt zur Diagnose des Systems, an das Sie sich angestöpselt haben. Auch MP3s lassen sich wieder auf den Stick kopieren - war ihr USB-Stick allerdings auch MP3-Player, hat er durch das Aufspielen des Windows XP diese Funktion vorübergehend eingebüßt. Erst erneutes Formatieren macht ihn wieder zum Abspielgerät.

Akt III - Die Nachbereitung

Szene 1: Dem BIOS den eigenen Willen aufzwingen

Damit wäre Ihr USB-Stick für den XP-Boot fertig konfiguriert. Doch was nutzt das schönste Telefon, wenn niemand Ihre Nummer kennt, um Sie anzurufen? Deshalb müssen Sie Ihrem Computer noch klar machen, dass er von jetzt an auf dem USB-Stick eine bootfähige Version des Betriebssystems finden kann. Normalerweise sind Festplatte und CD-ROM-Laufwerk die voreingestellten Ziele. Diese Boot-Reihenfolge können Sie im BIOS (Basic Input Output System) vornehmen, das sozusagen die grundlegendsten Einstellungen Ihres Computers beinhaltet.

Um in das BIOS zu gelangen, müssen Sie Ihren Computer neu starten. Während dieses Startvorgangs müssen Sie eine bestimmte Taste drücken (je nach BIOS meistens "Entf", "F2" oder "F8"). Der Aufbau der Menüs ist je nach BIOS unterschiedlich; die Screenshots beziehen sich auf das Phoenix-awardBIOS der netzwelt. Grundsätzlich müssen Sie allerdings drei Dinge ändern: Erstens muss die USB-Schnittstelle in der Boot-Reihenfolge an erster Stelle stehen. Oftmals gibt es auch noch ein zweites Menü, in dem das bevorzugte Boot-Laufwerk angegeben werden muss. Drittens gibt es die Möglichkeit, den Boot-Vorgang per USB zu aktivieren oder deaktivieren.

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Diese BIOS-Einstellungen sind wichtig

Wenn der USB-Stick in der Boot-Reihenfolge an erster Stelle steht, das bevorzugte Boot-Laufwerk ist und der USB-Boot aktiviert wurde, speichern Sie Ihre geänderten BIOS-Einstellungen mit "F10" und bestätigen per "Enter". Ein Wort der Warnung: Verändern Sie bitte keine anderen Parameter im BIOS - außer, Sie wissen, was Sie tun. Bei falschen Einstellungen kann Ihr Computer unter Umständen gar nicht mehr starten und eine aufwändige Wiederherstellung wird fällig.

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Die Boot-Reihenfolge ist essentiell

Szene 2: Das "XP auf USB" zum ersten Mal starten

Haben Sie alles richtig gemacht, sollte nach einigen Sekunden des Hochfahrens die Anzeige "Verifying DMI Pool Data" länger als sonst erscheinen - falls Sie schon einmal darauf geachtet haben. Kurze Zeit später wird der Bildschirm schwarz und Sie können den Ladestatus der "ramdisk.sys" sehen. Jetzt werden die zum Start des USB-Windows erforderlichen Programme und Dateien in den Arbeitsspeicher geladen, der zur virtuellen Festplatte umfunktioniert worden ist. Keine Sorge: Das kann auch mal fünf Minuten dauern.

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Danach lädt das System kurz BartPE und Windows wird gestartet. Wenn Sie noch mehr Geduld haben, können Sie jetzt die Netzwerkverbindung konfigurieren, ähnlich wie in der Systemsteuerung des normalen Windows XP. In ungefähr einer Minute ist auch das erledigt. Das mobile Windows XP, das Sie jetzt vor sich sehen, ist natürlich eine abgespeckte Version - ansonsten wäre sie auch größer als 150 MByte gewesen. Ihre Funktion ist aber auch System-Wiederherstellung und Analyse - Spiele und aufwändige Grafikbearbeitung sind nicht drin.

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Die Oberfläche vom BartPE-Windows

Fest in Barts Windows-Paket integriert ist neben diversen Überprüfungs-Tools auch der A43-Dateimanager, mit dem Sie Ihre Dateien durchsuchen und Programme starten können. Da Sie allerdings über die USB-Schnittstelle arbeiten, müssen Sie sich auf ernüchternd langsame Geschwindigkeiten einstellen.

Was Sie mit diesem tragbaren Windows auf USB-Stick jetzt im Einzelnen anstellen können, ist Ihrer Phantasie überlassen. Beispiele gibt es viele: Neben dem bereits erwähnten Viren-Scan können Sie auch System-Programme wie "regedit" und "msconfig" des Systems aufrufen und dort Änderungen rückgängig machen - so lange Sie noch wissen, wo genau Sie herumgetüftelt hatten.

Epilog

Mit diesem netzwelt-Tutorial können Sie sich Ihr eigenes Windows XP auf den USB-Stick packen, das auch noch selbst bootet und damit ungeahnte Möglichkeiten der Computer-Analyse ermöglicht. Ein vollwertiger Ersatz Ihres normalen Windows ist das natürlich nicht - dazu ist der Programmumfang zu gering und die Ladezeiten zu lang. Aber auch, wenn Sie derzeit keinen unmittelbaren Grund sehen, für sich dieses "XP auf USB" nachzubauen, probieren Sie es trotzdem einmal aus - Sie lernen viel über den Computer und haben ein Rettungssystem für alle Fälle zur Hand, das Sie auch noch selbst erstellt haben.

Natürlich ist es möglich, dass bestimmte USB-Sticks oder Mainboards den Boot-Vorgang nicht unterstützen. Auch so manches BIOS zickt vielleicht herum, wenn es um die Boot-Reihenfolge geht. Deshalb die netzwelt-Bitte an Sie: Probieren Sie mit Ihrer Konfiguration aus, einen eigenen USB-Stick mit tragbarem Windows herzustellen. Sagen Sie dann im Forum, ob es geklappt hat und teilen Sie BIOS, Motherboard und USB-Stick Ihres Versuchs mit. So kann netzwelt nach und nach eine Liste mit Hardware zusammentragen, die ein bootfähiges XP auf USB-Stick unterstützt.

Das netzwelt-Equipment: TrekStor MusikStick 120 (ein Gigabyte), Phoenix-awardBIOS 6.00, VIA Mainboard KM400-8235 und "Barts PE Builder" in Version 3.19.

  • Montag, 23 Mai 2011

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